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Spielbericht Althofen Heimmatch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian Baumgartner   
Montag, den 23. Dezember 2013 um 10:08 Uhr

Von „David gegen Goliath“ war vor dem Spiel die Rede. Und das nicht ohne Grund. Bekanntlich dürfen sämtliche U23-Spieler von Althofen 1 auch in der Unterliga bei Althofen 2 mitspielen. Doch da an Tatsachen nicht zu rütteln ist, waren auch die Spieler des ESV Ferlach brennheiß auf die Partie und auch auf den dritten Sieg im dritten Spiel.

 

Leider war der Spielstart denkbar ungünstig. Nach einem Puckverlust an der blauen Linie lief Mark Ettinger allein auf Goalie Christian FRITZ zu, der den Vorzug vor Toni Boschitz bekam, und vollendete eiskalt zum 1:0. 15 Sekunden später war es BOYER der das 2:0 mit einem platzierten Schuss vom rechten Bullypunkt markierte. Es waren erst 39 Sekunden gespielt, doch die Althofner Elitetruppe unterhielt sich bereits ob und wie viel zweistellig sie wohl gewinnen würden. Doch wie im Leben kommt Hochmut meist vor dem Fall. Der ESV schüttelte sich und besann sich auf seine Stärken. Eislaufen, Kämpfen und Schüsse aus allen Lagen. Die Topstars aus dem Norden Kärntens, die auch während des Spiels, manch abfällige Äußerung über Ferlach und die beinahe 100 Jahre zurückliegende Kärntner Volksabstimmung und ihre Folgen für ganz Kärnten und Österreich tätigten, waren plötzlich in der Defensive. So war es Thomas Ogris, dem heuer so richtig der Knopf aufgegangen ist und der mit einem Schmunzeln in der Kabine meinte, doch bald seine Karriere beim ATUS der beim ESV unterzuordnen, der in der 16. Spielminute nach herrlichem Pass von Walter Schmied und Kurti Koschat zum 2:1 Anschlusstreffer einnetzte.

 

Dann war Pause und Coach Cozelenka baute seine Jungs in der Kabine nochmal so richtig auf. Mit einem Funkeln in den Augen und der Lust und dem unbedingten Willen dem heimischen Publikum (rund 100 Zuseher waren gekommen) einen Sieg zu Weihnachten zu schenken ging es weiter. Die meisten der fanatischen Ferlacher Fans, waren noch nichteinmal von der Kantine zurück, da fiel bereits der Ausgleich. Sieben Sekunden nach Anpfiff schoss Michael „Totti“ Lipitz nach einem Tormannfehler trocken aus fünf Metern ins leere Tor. Doch die Freude währte nur kurz. Aus dem nichts kamen die Althofener zur erneuten Führung. Ein abgerissener Schuss von der blauen Linie flattere unangenehm für den ansonsten blendenden Christian FRITZ und schlug im Ferlacher Kasten ein. Das Spielgeschehen diktierte nun aber durchgehend Ferlach. Einzig am gut postierten Torwart, der oft auch zur rechten Zeit am rechten Ort war, scheiterte einer nach dem anderen. Mit einem 3:2 Rückstand ging es in die zweite Pause.

 

Doch auch in dieser Pause brauchte es keiner großen Worte vom Trainer. Jeder Spieler brannte diese Partie zu holen. Der Respekt gegenüber dem vermeintlich übermächtig geglauten Gegner war längst abgelegt. Mit dem in jedem Spieler fest verankerten Ferlacher Kämpferherz wurde eine Chance nach der anderen erspielt. Doch der „schwarze Kobold“ wollte nicht ins gegnerische Gehäuse. Und als 1:45 vor Schluss Walter Schmied eine 2-Minuten-Strafe nahm, war die Hoffnung auf den Ausgleich noch geringer. Aber wie schon Gigi Anderson sang, „Nein heißt Ja“, drehte Totti Lipitz nochmals auf und erzielte den vielumjubelten Ausgleich und versetzte das Publikum in Ekstase. Aber wer meint, dass man nun zumindest einen Punkt in Ferlach halten konnte, liegt leider falsch. Ein Sinnbild dieses verrückten Eishockeyspiels war das Game-Winning-Goal der Nordkärntner. Der Puck kommt nach einem kanadischen Schlag in die Ecke wieder irgendwie vors Tor zurück, wo nach einem Gestocher Thomas Spendier den 4:3 Endstand und eine aufgrund des Spielverlaufs (2 Tore für den ESV wurden nicht gegeben; Jeder außer den Schiedsrichtern hatte den Puck klar im Tor gesehen) sehr bittere Niederlage markierte.

 

Doch die wahren Sieger des Abends standen nur Sekunden später vor der Tribüne und wurden mit Standing Ovations von den besten Zuschauern Kärntens beklatscht. Auch als später gemeinsam bei dem einem oder anderem Bierchen eine Analyse des Abends gemacht wurde, war allen klar. Es war ein unvergessliches Eishockeyspiel, dass es auch in Punkto Tempo und Einsatz seit langem nicht mehr in Ferlach gegeben hat.

 

Unseren langjährigen Recken und Wegbegleitern ist unser nächster Gegner sicherlich ebenfalls ein Begriff, der TSV Grafenstein. Seit Jahrzehnten werden bei diesem brisanten Derby keine Eishockeyspiele sondern Eishockeyschlachten abgeliefert. Nichts in der Saison ist mehr wert als ein Sieg gegen den Rivalen aus der 2.800 Einwohner zählenden Gemeinde aus dem Klagenfurter Becken.

 

Spielbeginn 27.12.2013 um 19:30 Uhr

 

In diesem Sinne wünschen wir euch besinnliche und frohe Tage mit euren Familien und Freunden und vielleicht sehen wir uns in den nächsten Tagen beim gemeinsamen Eislaufen/Eishockey am Ferlacher Eislaufplatz.

 

Euer ESV

 


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